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Jaybo Monk
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Jaybo Monk

Jaybo Monk ist ein 1963 geborener Künstler, der in Berlin wohnt und sich als ewig reisenden empfindet. Mit seiner Sammlung an Erinnerungen erforscht er die Welt und zeichnet eine emo- tionale Topografie seines Lebens bestehend aus halb versteckten Erinnerungsfragmenten, die enthüllend und zeitlos zugleich sind.

Er ist ein Künstler am Ende der Kunst: dort, wo alles schon gemalt wurde, wo alles schon gesagt wurde , wo die viralen Kanäle des Internets nur den Zweck der Mittelmäßigkeit erfüllen und, wo der Imitator den Vervielfachenden kopiert, der den Imitator kopiert und, wo jedes Mal ein Teil der Qualität verloren geht/geopfert wird. Er rebelliert gegen jegliche Form dieser Vergiftung der Imitation, gegen alle Arten von Institutionen und bestehenden Systemen. Als Künstler folgt er paradoxen Ideen, die aus dem Vermächtnis der Romantik herrühren, Ideen am Rande des Wahnsinns, die sich nach der Kindheit, der Natur und Orten des Nicht-Denkens richten. Das Ergebnis ist ein Tanz zwischen dem Rationalen und dem Irrationalen.

Jaybo ist einer,der alles durcheinander bringt, der als Handwerker des glücklichen Zufalls das Ziel verfolgt, Künstler aus ihrer Enklave zu befreien. Er kämpft leidenschaftlich gegen die Symmetrie um so der Hässlichkeit der Perfektion zu entkommen.

Jedes seiner Werke kann als Summe seines Ganzen betrachtet werden, öffnet sich jedoch dabei mit seinen Details dem Betrachter und dessen eigenen Assoziationen .

Jaybo zerlegt unsere Erinnerungen an den Körper und an das Schönheitsideal. Er zerstört die Geschichte, die man zwar lesen aber nicht verstehen kann in einem Katalog halber Erinnerungen. Vom Betrachter verlangt er eine unabhängige visuelle Entscheidung anstatt diesem die Option eines offenen Endes zu erlauben: er interessiert sich nicht dafür, Bilder, die ausmalen und definieren zu schaffen, sondern möchte stattdessen Blickwinkel bieten, die uns dazu anregen, zu hinterfragen, und dadurch zu einer Entscheidung zwingen. Das Dasein von Formen selbst ist ausreichend dafür, die umständliche Formulierung der Erzählung zu verhindern, weil die „schöne Kunst“ an sich schon zwangsläufig eine Fiction ihrer eigenen Realität darstellt. Die Bilder Jaybos sind visuelles Haiku, visuelle Akupunktur. Nadeln der Seele, die simultan gefüllt sind mit Blödsinn und Realismus im Vakuum der Mehrdeutigkeit.

Die Mehrdeutigkeit der Gejagten wird offenbart, irgendwo zwischen Verlangen und Hass. Der Künstler flieht vor jeder Form von Erwartung: Er will unbehelligt des Soges der Gesellschaft arbeiten. Zwischen 14 und 19 Jahren war der Künstler obdachlos.

Jaybo ist Mitbegründer des Kultur- und Mode-Magazins „Style and the Family Tunes“ und des Modelabels „Iriedaily“. Seit 2005 stellt er seine Werke regelmäßig in internationalen Galerien aus. Der Künstler hat Solo-Ausstellungen in Los Angeles, New York, London, Paris, Berlin, Perth und Melbourne. Er ist Mitglied des in London basierten Kollektivs „Agents of Change“ und „Le Grand Verre“ in Milan. Die Wurzeln seiner Arbeit liegen in der Street Art, er widmet sich heutzutage jedoch mehr der schönen Kunst. Jaybo Monk lebt und arbeitet in Berlin.
 

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