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PRO176

PRO176 wurde am 26.Juli 1976 in Paris geboren und wuchs in Choisy-le-Roi auf, einer Kleinstadt in den südlichen Vororten der Hauptstadt. Mit der Mutter zuhause, zeugte nichts in seiner familiären Umgebung von einer späteren Karriere als Künstler. Jedoch fing er schon im zarten Alter an, sich selbst das Zeichnen beizubringen, indem er die Bilder des berühmten Amerikanischen Comiczeichners Jack Kirby abmalte.

Es waren diese amerikanischen Comichefte, die ihm seine Mum kaufte, die zu seinem ersten Lesestoff wurden und ihn für immer prägen sollten. Ab diesem Zeitpunkt beschäftigte er sich mit dem Zeichnen, zum Teil auch aus Langeweile, da das Leben in der Vorstadt nicht viel zu bieten hatte und Ausflüge ins aufregende Paris zu kostspielig waren.

Die Gewalt und der reduzierte Horizont dieser groben Gegend waren kein Märchen. Er verlor im Jahre 1986 tragischer Weise seinen Vater, dem er sehr nahe stand. Seine Kindheit und seine spätere Arbeit wurden davon deutlich geprägt. Als er eines Tages die Techniken zweier Graffitsprayer (Mode2 und Colt) auf dem Festival “Jugend für Gleichheit” beobachtete, erfuhr der junge Künstler eine Offenbarung und beschloss sein Leben der Malerei zu hinzugeben.

1991 klaute er seine erste Spraydose (die heilige Schrift des Graffiti) und wurde sogleich durch das Krylon in seinem Blut angesteckt. Es wurde zu seiner Priorität das gesamte Potenzial der Buchstaben und Stile, durch seine Arbeit zu extrahieren. Bald schon war die Schulzeit ersetzt worden durch die Arbeit an Wänden und allen Arten visueller Formate. Er kam aufgrund seiner “schlechten” Noten nie dazu, eine akademische Laufbahn in der Kunst einzuschlagen

In 1996 wird er Mitglied des verrufenen und allbekannten Grim Teams, einem Kollektiv urbaner Künstler, organisiert durch Leute wie Oeno, Chaze, Turs oder dem Fotografen Armen. Im folgenden Jahr, er nennt sich nun Pro176, gründet er die Ultra Boys International mit. Mit Gold Jabe, Sozyone, Kool Func 88, Byz, Shake und Recto, erschafft die Crew eine neue Art des Graffiti, basierend auf Marvel Comikhefte, futuristischer Mathematik, alphabetischem Konstruktivismus und der Brutalität eines raffinierten, picassohaften Gesichtskubismusses. Eine Art  reine ‘Avant-garde’ Graffitikunst , die alle bisherigen Formen des Graffitis ignoriert und als wertlos betrachtet.

2010, wird Pro Mitglied der Gruppe RTZ (Return to Zero) aus Berlin, noch eine Crew aus europäischen Revoluzzern, berühmt für ihre futuristischen Buchstaben.

Die Musik, insbesondere Rap, wird es sein, die ihn von 1992 bis 2010 stark prägen wird und ihn dazu führt, an vielen Projekten mit anderen Künstlern teilzunehmen. Dabei produziert er drei Alben (“Le Cri des Briques”, “Vocabulaire Granit” und “Galactick”) und bringt diese über 500 Mal auf die Bühne, sowohl in Frankreich als auch international, selbst in namhaften Locations wie das mythische Olympia in Paris.

Er nimmt einen Stil für sich in Anspruch, der von dem Universum Jack Kirbys inspiriert wurde. Ein Universum in dem der ewige philosphische Kampf zwischen Gut und Böse stattfindet, inmitten eines mit unendlichen Galaxien und Sternen gefüllten Universums, überbevölkert von Helden und Superbösewichten. “Schließlich ist das Universum so mächtig, wie alle ihre Kreaturen, die sie bewohnen müssen”. Als früher Kinoliebhaber lässt er häufig riesige futuristische Maschinen und Raumschiffe, die direkt aus einem Sci-Fi-Streifen kommen, als Hintergrund erscheinen. Seine extrem designten Buchstaben verbinden sich auf perfekte Art und Weise mit diesen astrogalaktischen Charakteren, genauso wie die anatomischen Linien seiner Charaktere sich mit der lebendige Farbpalette seiner Arbeit vereinen.

In letzter Zeit tauchen immer mehr große, abstrakte und farbige, schwarzumrandete Figuren in seinen Kompositionen auf, ähnlich den Comikheftblasen, die wie ein oder mehrere Augen zu beobachten scheinen. “Das sehende Auge...das uns auch reinlegen kann” als Symbol versteckter Botschaften, der wahren Bedeutung der Dinge. Es bleibt der Interpretation überlassen… In 2009, hat er genug davon, beim Malen seine Leinwände gegen die Wohnungstür angelehnt zu haben, und trifft auf seiner Suche nach einem Studio auf Seen. Die Verbindung zum “Godfather of Graffiti” fühlt sich sofort natürlich an und er beginnt die Zusammenarbeit mit Seen Studios gleich darauf. Ein symbolischer Wink in die Vergangenheit, da Seen´s Spray-Kunst ihn als jungen Künstler stark inspirierte. 20 Jahre später arbeiten die beiden Künstler immer noch Seite an Seite! Durch ihn lernt er den Umgang mit Bürste und Acryl, die seiner Arbeit den letzten Schliff geben, dank der neu angewendeten Techniken.

Seit 2013 wird er vertreten durch die OPENSPACE Gallerie in Paris und seit 2014 durch die DAVID PLUSKWA Gallerie in Marseille.

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